Außerordentliche kündigung arbeitsvertrag gründe

Sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer können ein Arbeitsverhältnis durch Kündigung beenden. Da die Beschäftigung in der Regel die einzige und wichtigste Einkommensquelle eines Arbeitnehmers ist, um seinen Lebensunterhalt zu sichern, schützt das Gesetz die Arbeitnehmer, indem es von Arbeitgebern, die einen Arbeitsvertrag kündigen wollen, einen guten Grund für die Kündigung vorschreibt. Geschäftsführer von Gesellschaften mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht (GmbH) und Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften (AG) sind grundsätzlich nicht vor ungerechtfertigter Kündigung nach dem Gesetz über den Kündigungsschutz geschützt, es sei denn, ein solcher Schutz ist ausdrücklich vereinbart. Als Mitglieder der Führungsgremien des Unternehmens vertreten sie tatsächlich den Arbeitgeber. Infolgedessen kann ihre Beschäftigung jederzeit ohne angabetten Grund gekündigt werden. Besondere Bestimmungen gelten auch für Führungskräfte (leitende Angestellte). Das Gesetz erleichtert es Arbeitgebern, ihre Arbeitsverträge durch sogenannte Kündigungsverträge gegen eine Abfindung zu kündigen. Ein Arbeitsvertrag kann vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer gekündigt werden. Entlassungen bedürfen einer schriftlichen Form (Papierform). Eine elektronische Kündigung (z.B.

per E-Mail) ist nicht möglich. Beide Parteien, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, müssen die gesetzlichen Meldefristen einhalten. Das deutsche Arbeitsrecht sieht keine Regelungen für eine Kündigung gegen Abfindung vor. Wenn ein Gerichtsverfahren zu einer Entscheidung führt, wird dies entweder entscheiden, dass die Kündigung richtig war und dass die Beschäftigung endet, oder die Entlassung wird für unwirksam befunden und der Arbeitsvertrag wird fortgesetzt. (2) Darüber hinaus ist die Kündigung erst gültig, wenn sie den Adressaten erreicht hat. Das bedeutet, dass sie im Briefkasten angekommen oder persönlich übergeben werden muss. Es reicht nicht aus, mündlich über die Kündigung informiert zu werden. Der Verkündigungsverparteier muss immer später nachweisen können, dass die Kündigung tatsächlich beim Adressaten angekommen ist. Die meisten Kündigungsverfahren werden jedoch gegen Zahlung einer Abfindung beigelegt.

Obwohl es keine gesetzlichen Regelungen für die Berechnung der Abfindung gibt, beginnen die Verhandlungen in der Regel mit der Hälfte eines Bruttomonatsgehalts pro Beschäftigungsjahr als Ausgleich. Je nach den Gewinn- oder Verlustchancen des Falles und den finanziellen Folgen, die sich aus der erwarteten Gerichtsentscheidung ergeben (z.B. Gehaltszahlungen für die Vormonate), kann die endgültige Abfindung steil höher oder niedriger sein. Die Originalzeichnung des unterschriebenen Kündigungsscheins ist dem Mitarbeiter auszuhändigen; eine E-Mail, ein Fax oder eine Fotokopie reicht nicht aus.